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IndustriALL Assistant General Secretary Kemal Özkan sagt, dass die Organisation gratuliert den beiden spanischen Mitgliedsverbänden und begrüßt beide SektorVereinbarungen: Die Vereinbarung hat eine aktualisierte Chancengleichheitsklausel mit der Stärkung eines gemeinsamen Ausschusses, und Die Arbeitnehmervertretung in Krisenzeiten wird verbessert. Die Arbeitsrechtsreform vom September 2017 mindert die Bedeutung sektoraler Vereinbarungen und gibt Betriebsvereinbarungen einen zentralen Platz im Tarifverhandlungssystem. Die Verordnung 2017-1385 listet spezifische Themen (z. B. Mindestlöhne) auf, zu denen sektorale Vereinbarungen in Kraft bleiben. Sie enthält auch eine begrenzte Liste von Themen, bei denen die spezifische Vereinbarung bestimmt, ob sie Vorrang vor Vereinbarungen auf Unternehmensebene hat oder nicht. Für alle anderen Angelegenheiten gelten sektorale Vereinbarungen, wenn keine Vereinbarungen auf Unternehmensebene getroffen werden. Das bedeutet, dass für eine Vielzahl von Fragen weiterhin Vereinbarungen auf Unternehmensebene gelten werden. Flexible Arbeitszeitregelungen müssen in der Regel vom Betriebsrat genehmigt werden, oder, wenn nicht anwesend, der Personaldelegierte und die Arbeitsaufsichtsbehörde müssen informiert werden. Hat das Unternehmen weder einen Betriebsrat noch einen Personaldelegierten, muss die Arbeitsaufsicht die flexible Arbeitszeitregelung genehmigen. Die arbeitsrechtlichen Reformen von 2016 und 2017 haben die Verhandlungen über Flexibilität durch Vereinbarungen auf Unternehmensebene verlängert. Die allgemein anwendbare Natur des Tarifvertrags kann verloren gehen.

Die Alternative ist ein normalerweise verbindlicher Tarifvertrag, der nur die Vertragsparteien bindet. Die Arbeitnehmer müssen nicht an Tarifverhandlungen teilnehmen, da die Verhandlungen von der Gewerkschaft und dem Arbeitgeberverband geführt werden. Die Gleichstellung von Männern und Frauen ist für Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten zu einem obligatorischen Verhandlungsgrund geworden, eine Verpflichtung, die jetzt mit einer Geldstrafe von bis zu 1 % des gesamten Lohnbetrags einhergeht, wenn sie nicht eingehalten wird (Arbeitsgesetzbuch, L2242-8). In großen Unternehmen wurden wichtige Vereinbarungen getroffen. Seit 1966 gelten fünf Gewerkschaftsverbände auf nationaler Ebene als repräsentativ. Vor 2008 wurde auch jede Gewerkschaft auf lokaler oder sektoraler Ebene, die einem dieser Konföderationen angeschlossen war, als repräsentativ angesehen (“Vermutung der Repräsentativität”). Diese Grundsätze wurden 2008 mit dem Gesetz über “Sozialdemokratie und Arbeitszeitreform” geändert. Unabhängig von der Zugehörigkeit hängt die Repräsentativität nun in erster Linie vom “Wahlpublikum” ab: Um repräsentativ zu sein und an Verhandlungen teilnehmen zu können, muss eine Gewerkschaft mindestens 10 % der Stimmen auf Arbeitsplatzebene gewinnen, wobei die Quote auf branchenlicher Ebene bei 8 % liegt. Gesetzbuch der sozialen Sicherheit, sektorale Tarifverträge (falls zutreffend) Das gesamte Arbeitsrecht, einschließlich der Regelungen zur Arbeitgebervertretung, Gewerkschaftsvertretung und Tarifverhandlungen, ist in das Arbeitsgesetzbuch integriert.

Seit 2015 hat sich das Arbeitsgesetzbuch erheblich geändert, wobei die wichtigste Reform die Einführung des Gesetzes über Beschäftigung und sozialen Dialog ist. Ziel des Gesetzes 2015-994 vom 17. August 2015 ist es, die Organisation von Informations- und Beratungsstellen zu vereinfachen und die Vertretung von Arbeitnehmern in Unternehmen mit weniger als 11 Beschäftigten zu gewährleisten. Im November 2015 fand eine große Reform des Arbeitsrechts statt. Die Reform (Gesetz 2016-1088 vom 8. August 2016) enthält neue und wichtige Arbeitszeitregelungen, die Vereinbarungen auf Unternehmensebene Vorrang vor Branchenvereinbarungen einräumen. Sektorale Lohnvereinbarungen laufen in der Regel nicht aus. Die Sozialpartner verhandeln jährlich auf sektoraler Ebene.

Wenn keine Einigung erzielt werden kann, bleibt die vorherige Vereinbarung bestehen. Bei der Ausarbeitung eines Gesetzentwurfs nach dem Konsultationsverfahren ist die Regierung nicht verpflichtet, den Inhalt eines Tarifvertrags in seiner bisher abgeschlossenen Fassung anzunehmen.